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Aktuelles aus und für die Praxis:

In der Zeit „zwischen den Jahren“ werde ich in der Praxis sein.
Die Raunächte sind ja wunderbar geeignet für Behandlungen...

Zwischen 20. Jänner und 20. Februar möchte ich Urlaub machen,
für Terminvereinbarungen bin ich dann per Mail erreichbar.


Weiteres gibt es wie immer auf meiner
Homepage und auch auf Facebook.

Die Wintersonnwende steht bevor – die längste Nacht des Jahres am 21.Dezember.
Es ist dunkel und kalt in diesen Tagen.
In der Weihnachtszeit werden traditionell viele Kerzen angezündet, um Licht in das Dunkel zu bringen. Es ist auch Tradition, viel Lärm zu machen: Der Krampus, die Perchten und auch die Knaller und Raketen zu Sylvester machen Lärm
… ursprünglich um die bösen Geister zu vertreiben, die es in der Dunkelheit leichter haben, uns nahe zu kommen.

Hier eine kleine Adventsgeschichte
… eine alte Geschichte, die bestimmt schon tausende Male erzählt worden ist:

Der weiße und der schwarze Wolf

Eines Abends saß ein alter Indianer mit seinem Sohn am Lagerfeuer. Es war dunkel geworden. Die Bäume um sie herum warfen Schatten, das Feuer knackte und knisterte, während die Flammen in den Himmel züngelten.
Der Vater schaute nachdenklich in die Flammen.

Das Flammenlicht und die Dunkelheit sind wie die zwei Wölfe, die in unseren Herzen wohnen. Beide ringen und kämpfen seit ewigen Zeiten miteinander um die Vorherrschaft in uns und in der Welt.“

Fragend schaute ihn sein Sohn an. Nach einer Zeit des Schweigens begann der Indianer seinem Sohn eine Geschichte zu erzählen.

Der schwarze Wolf ist böse. In ihm ist Angst, Ärger, Zorn, Selbstmitleid, Schuld, Lügen, Verleugnung, Unterdrückung, Eifersucht, Neid, Habgier, Genusssucht, Überheblichkeit, Arroganz, Zwang, Verachtung, Feindschaft, Hass und Gewalt. All das ist in ihm und dem entsprechend handelt er. Er ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.

Der weiße Wolf ist gut. Er ist voller Vertrauen, Aufrichtigkeit, Offenheit, Liebe, Güte, Großzügigkeit, Wohlwollen, Verständnis, Mitgefühl, Rücksicht, Selbstbeherrschung, Verlässlichkeit, Gelassenheit, Hoffnung, Dankbarkeit, Freude, Mut und Demut.
Dieser Wolf ist liebevoll, sanft und mitfühlend zu sich und zu seiner Umgebung.

In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der eine steht für unsere dunklen, schattenhaften Anteile. Er trennt uns von unserer Umwelt.
Der andere steht für unsere hellen Anteile und will uns mit anderen Menschen, mit  der Natur und mit allem, was ist, verbinden.
Zwischen beiden Wölfen findet ein immer währender Kampf statt. “

Der Enkel schaute nachdenklich in die Flammen des lodernden Feuers.
Er dachte über die Worte seines Vaters nach.
Nach einer Weile frage er:
„Sag Vater, welcher der Wölfe gewinnt den Kampf?“

Der Indianer sah ihn eindringlich an und antwortete:
„Es gewinnt der Wolf, den du am häufigsten fütterst!“

Schwarz und weiß.
Dazwischen gibt es viele Grautöne, letzlich ist es aber doch schwarz und weiß.
... wie dunkel und hell, böse oder gut, gelogen oder wahr, falsch oder richtig.

Es ist meine Entscheidung - an jedem Tag, in jeder Minute:
Welchen Wolf will ich füttern?

Es geht nicht darum, negative Gefühle - oder eigene Schattenseiten - zu ignorieren oder weg haben zu wollen. Ich darf z.B. zornig sein ... die Frage ist nur, ob ich diesen Zorn füttern will. Ich kann den Zorn wahrnehmen, auch Konsequenzen daraus ziehen und mich dann wieder mit "Licht und Liebe" beschäftigen.
"Licht und Liebe" allein geht nämlich auch nicht. Es gibt in unserer Welt nun mal auch das Böse, das Dunkle, das Falsche ... und all das gibt es in jedem von uns.

Gut denken, gut reden, gut handeln.

Wir alle haben ein Gefühl dafür, was böse und was gut, was falsch und was richtig ist.
Das mag individuell verschieden sein und ich denke, das ist ok so.
Wir alle haben unseren ganz eigenen, inneren Kompass und dem sollten wir folgen.
Natürlich ist es dabei schön, dabei Menschen im Leben zu haben, deren Kompassnadel in die gleiche oder zumindest in eine ähnliche Richtung zeigt wie unsere eigene.

Aber auch den Menschen gegenüber, deren Richtung scheinbar eine ganz andere ist, können wir leichter tolerant sein, wenn uns bewusst ist, dass auch in ihnen - genau wie in uns selbst - ein schwarzer und ein weißer Wolf ist.

Lasst uns also viele Kerzen anzünden und auch viel Lärm machen.

In den Sinne wünsche ich noch einen schönen Advent,
jetzt schon erholsame Feiertage und ein wunder(!)volles Jahr 2022!